Woraus besteht die Gesamtmiete im Gewerbe?
Eine gewerbliche Miete hat bis zu vier Bestandteile: die Nettokaltmiete, die umlagefähigen Betriebskosten, die Heizkosten und die Umsatzsteuer. Anders als bei Wohnraum ist im Gewerbe fast alles frei verhandelbar – auch Positionen wie Dach- und Fachinstandhaltung oder Verwaltungskosten dürfen auf den Mieter umgelegt werden, wenn das ausdrücklich im Vertrag steht.
Genau deshalb lohnt sich das Herausrechnen: Nur die Kaltmiete ist zwischen Angeboten vergleichbar. Zwei Objekte mit identischer Gesamtmiete können sich in der Kaltmiete um mehrere Euro pro Quadratmeter unterscheiden.
Welche Nebenkostenwerte sind realistisch?
- Büroflächen: 2,50 € bis 4,50 € pro m² und Monat, in klimatisierten Neubauten auch mehr.
- Lager- und Hallenflächen: 1,00 € bis 2,50 € pro m² und Monat.
- Ladenflächen: 2,00 € bis 4,00 € pro m², bei Shoppingcentern zusätzlich Werbe- und Centerkosten.
- Heizkosten: stark vom Energiestandard abhängig – der Energieausweis gibt hier die beste Orientierung.
Worauf sollten Sie im Vertrag achten?
Lassen Sie sich die Nebenkostenabrechnung der letzten zwei Jahre zeigen, bevor Sie unterschreiben. Fehlt eine Obergrenze für die Umlage, kann eine ungünstige Abrechnung die Kalkulation kippen. Prüfen Sie außerdem, ob eine Wertsicherungsklausel vereinbart ist – wie stark sie wirkt, zeigt der Indexmiete-Rechner. Eine vollständige Kostenaufstellung inklusive Kaution und Ausbaubudget erstellen Sie im Mietpreisrechner, und passende Angebote finden Sie über den Portal-Finder.