Was sagt der Quadratmeterpreis wirklich aus?
Der Preis pro Quadratmeter ist die einzige Kennzahl, mit der sich Angebote unterschiedlicher Größe fair vergleichen lassen. Eine Fläche für 2.400 € kann günstig oder teuer sein – erst der Bezug auf die Quadratmeter macht das sichtbar. Wichtig ist dabei die saubere Basis: Rechnen Sie immer mit der Nettokaltmiete, also ohne Betriebskosten und ohne die im Gewerbemietrecht häufige Umsatzsteuer von 19 Prozent.
Achten Sie außerdem auf die Flächendefinition. Viele Verträge nennen die Bruttogrundfläche, während nutzbar nur ein Teil davon ist. Ein Unterschied von zehn Prozent bei der Fläche verschiebt den Quadratmeterpreis um genau diese zehn Prozent – und damit Ihre gesamte Bewertung.
Welche Faktoren bewegen den qm-Preis?
- Lage: Zwischen 1A-Lage und Gewerbegebiet am Stadtrand liegt erfahrungsgemäß ein Faktor von etwa 1,7.
- Flächentyp: Einzelhandelsflächen sind pro Quadratmeter am teuersten, Lagerflächen am günstigsten, Büro liegt dazwischen.
- Ausbaustandard: Klimatisierung, Glasfaser und ein guter Energiestandard rechtfertigen Aufschläge von 15 bis 20 Prozent.
- Marktphase: In B-Lagen steigen die Leerstände 2026 weiter, was Mietern echten Verhandlungsspielraum verschafft.
Wie nutzen Sie das Ergebnis in der Verhandlung?
Liegt Ihr Quadratmeterpreis deutlich über dem Vergleichswert, sammeln Sie drei bis fünf vergleichbare Angebote als Beleg. Regionale Marktwerte und Portalempfehlungen finden Sie auf unseren Stadtseiten, etwa für Gewerbeflächen in Berlin oder Gewerbeimmobilien in Stuttgart. Für die vollständige Kostenrechnung inklusive Nebenkosten, Kaution und Ausbaubudget wechseln Sie in den Mietpreisrechner.